Fossilienmuseum der Holcim Süddeutschland


Gesteine aus der Jura-Zeit prägen die heutige Landschaft der Schwäbischen Alb und ihres Vorlandes. Sie sind aus Ablagerungen eines warmen, flachen Meeres entstanden, das damals Süddeutschland und weite Teile des Mittelmeeres bedeckte. Der Ölschiefer gehört zum Unteren oder Schwarzen Jura – die Gesteine sind ca. 180 Millionen Jahre alt. Ohne den Abbau des Ölschiefers, der gleichzeitig wichtiger Rohstoff für die Bindemittelproduktion und Energieträger ist, gäbe es die "Fundgrube Ölschiefersteinbruch" nicht. 

      


Versteinerungen werden von Fachleuten geborgen und präpariert. Aufgrund der besonderen Bedingungen bei der Entstehung des Ölschiefers sind die Fossilien außergewöhnlich gut erhalten. Es sind nicht nur die spektakulären Fischsaurier, Krokodile, Seelilien und Fische die faszinieren. Auch die eher unscheinbaren fossilen Muscheln, Armfüßer, Serpeln usw. liefern wichtige Informationen über das Ökosystem „Posidonienschiefer-Meer“. 

     


Die kleine Muschel Bositra hieß früher Posidonia, kommt in manchen Schichten des Ölschiefers massenhaft vor und gab dem Posidonienschiefer seinen Namen.
Die repräsentativen Exponate im Museum laden ein, sich auch mit den wissenschaftlichen Details von Gesteins- und Fossilienkunde zu beschäftigen.