Zuhören, fragen, einander kennenlernen: Im Dialog mit den Nachbarn

3 July 2018
 
Zuhören, fragen, einander kennenlernen: Im Dialog mit den Nachbarn
Zwei moderierte Veranstaltungen tragen zu Transparenz und Vertrauen bei

Im Juni 2018 hat die Holcim (Süddeutschland) Interessierte aus der Region zum Dialog eingeladen. Im Zuge einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung wurde beim Dotternhausener Dialog am 15. Juni im Holcim Werkforum das Projekt „Neue Schwebe-Seilbahn“ vorgestellt. Außerdem gab es am 27. Juni gemeinsam mit der Gemeinde Dormettingen einen Dialogabend in der Mehrzweckhalle – vor dem Hintergrund des anstehenden Umzugs des Ölschieferabbaus ins Ostfeld, das unmittelbar an die Gemeinde angrenzt, speziell für die Bürger/-innen dieser Standortgemeinde.

„Mit dem Ablauf und Ergebnis beider Dialogveranstaltungen sind wir sehr zufrieden“, so Sabine Schädle, Leiterin Kommunikation. „Dialog ist etwas, das kontinuierlich und konstruktiv sein sollte“, unterstreicht die Kommunikationsverantwortliche. „Wir laden seit über zwanzig Jahren jährlich Interessierte ein. Allerdings gab es oft wenig Resonanz. Mit dem moderierten Dialogverfahren ist es uns gelungen, die Teilnehmerzahl deutlich zu steigern und vor allem die Ansprüche und Fragen der Bürger an uns kennenzulernen und festzuhalten.“

Die Kommunikationsverantwortliche erläutert: „Bereits im letzten Jahr haben wir zwei dieser Dialogveranstaltungen speziell in Dotternhausen durchgeführt. Hier sind 74 Fragen zusammengekommen – die Antworten sind online nachlesbar unter www.dialogverfahren-dotternhausen.de. Diese Art der Veranstaltung ist für uns zwar aufwendig, zeit- und arbeitsintensiv, aber es lohnt sich auf jeden Fall. Das Verfahren ist transparent und hat etwas Verbindliches, das die Diskussionsteilnehmer sehr schätzen. Daher hat es uns ermutigt, auch 2018 dieses Format zu wählen. Da steckt viel Potenzial drin.“ Sabine Schädle weiter: “Wir nehmen die an uns gezielt herangetragenen Anliegen der Bürger ernst und prüfen die Umsetzung. Schließlich liegt uns ein gutes, nachbarschaftliches Verhältnis am Herzen.“

Der Wissenschaftler Dr. Piet Sellke beschreibt das so: „Auf diesem Weg erhalten sich Unternehmen auch in Zukunft ihre Legitimität, ihre sogenannte"Licence to operate". Auf den wertschätzenden Umgang miteinander achten die Moderatoren von adribo. Dr. Piet Sellke, adribo, stellte gleich eingangs klare Regeln vor und sorgte mit seinem Team für eine gute Atmosphäre während des Plenums genauso wie an den „Dialog-Inseln“. An jeder Insel verpflichtete adribo einen sogenannten „Redaktionsbürger“ zur Freigabe des Protokolls und der Fragenliste, die während der Diskussion entstanden ist. Eben durch die Kombination von Plenum und den verschiedenen Dialog-Inseln, die sich Schwerpunktthemen wie Ersatzbrennstoffen und Emissionen, Rohstoffabbau und Rekultivierung oder Neuen Projekten widmeten, bot sich für die Gäste die Chance, in überschaubarer Runde gezielt zu fragen. Sabine Schädle: „So lernen wir voneinander, lernen uns gegenseitig kennen und wir können die Erkenntnisse daraus in unsere Öffentlichkeitsarbeit und die Unternehmensstrategie einbinden.“

Die Fragen und Antworten beider Dialogveranstaltungen werden nach den Sommerferien online veröffentlicht.